Yoga Engel   

 

Quelle: www.akaldev.de

Unterstützung für die Erdbebenopfer und den Wiederaufbau in Chile!

Das schwere Erdbeben in Chile, das sich am 27. Februar 2010 vor der Küste der Region Maule im Süden Chiles etwa 105 km nordnordöstlich der Stadt Concepción ereignete, war mit einer Stärke von 8,8 das stärkste Erdbeben in Chile seit fast 50 Jahren. Dem Beben folgte ein Tsunami, der weite Küstenstriche der VII. Und VIII. Region Chiles (Maule und Bío-Bío) heimsuchte. Es gab und gibt weiterhin viele Nachbeben und auch immer wieder, wie am 11. März, weitere schwere Erdstöße mit Stärken von 4,9 und 6,9. Erst am 24. April bebte die Erde wieder in Conceptión und Umgebung mit einer Stärke von 6,5.

Obwohl der Süden Chiles von dem Erdbeben und dem Tsunami besonders betroffen ist, hat es auch 400 km nördlich, in der Region Santiago und benachbarten Städten und Ortschaften stärkere Zerstörungen gegeben.

Die Situation der Bevölkerung, vor allem in den Erdbebengebieten im Süden, ist auch zwei Monate nach dem schweren Erdbeben kritisch bis katastrophal. Teilweise sind die Orte gänzlich zerstört und bis der Wiederaufbau von staatlicher Seite durchgeführt wird, kann es noch Jahre dauern. In einigen Gebieten gibt es inzwischen für die Obdachlosen Notunterkünfte (Einraum-Bretterbuden), teilweise leben die Menschen aber immer noch in Zelten oder Ställen. In Chile hat der Herbst bereits begonnen und der Winter steht in absehbarer Zeit vor der Tür.

Viele Betroffene haben Angehörige und ihr Hab und Gut verloren, die meisten sind traumatisiert und fühlen sich allein gelassen. Es fehlt oft an allem, was zum Leben benötigt wird, und es gibt immer noch Ortschaften, wo bisher keine staatliche Hilfe angekommen ist.

Projekte in Chile zur Heilung und zum Wiederaufbau

In dieser prekären Situation haben sich neben anderen Organisationen auch chilenische Initiativen, die hier vorgestellt werden sollen, entschlossen, praktisch und konkret Hilfe vor Ort zu leisten. Sie sind tätig in den Katastrophengebieten im Süden Chiles und kooperieren miteinander.

Projekt Volksküche im Campamento Puertas Verdes (Constitución) durch Langar Chile

Das Langar ist eine Nichtregierungsorganistation in Chile, die Kundalini Yoga ausübt und lehrt. Sie betreibt regelmäßig eine Suppenküche für Obdachlose in Santiago. Nach dem Erdbeben im Februar 2010 hat das Langar sich entschlossen, konkrete Unterstützung in den Katastrophengebieten im Süden Chile anzubieten.

Zurzeit kocht die Initiative für 500 Menschen in den Notunterkünften von Constitución (campamento Puertas Verdes). Ziel ist, demnächst für 1000 Menschen regelmäßig Essen auszugeben.

Außerdem sollen die Betroffenen vor Ort dabei unterstützt werden, selbst eine Gemeinschaftsküche zu betreiben und sich selbst zu versorgen. Es wurde bereits ein großer Lehmofen gebaut, und es werden alle Voraussetzungen dafür geschaffen, dass eine Volksküche entstehen kann.

Projekt Heilung und Wiederaufbau im Süden Chiles durch Sanando sin fronteras

Die Gruppe hat sich nach dem Erdbeben gegründet, um traumatisierte Menschen zu unterstützen bei Heilung und Wiederaufbau. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Yoga-Gemeinschaft aus der Region Santiago zusammen und bekommt immer mehr Zuwachs. Direkt nach dem Erdbeben ging es vornehmlich um die Unterstützung der Erdbebenopfer und obdachlos gewordenen Familien in Santiago.

Inzwischen konzentriert sich die Hilfe auf die Katastrophengebiete im Süden Chiles mit dem Angebot von Yoga, Sat Nam Rasayan, psychologischer Unterstützung und Hilfe beim Wiederaufbau.

Jedes Wochenende fahren privat organisierte Autos und ein Bus nach Constitución, Curanipe, Pelluhue, Chanco, Santa Rosa de Chanco und die ländliche Umgebung, wo teilweise noch gar keine Hilfe hingekommen ist.

Schwerpunkte der Arbeit sind:

 Wärme-Isolierung der bereits bestehenden Notunterkünfte (Campamento Puertas Verdes),

 Verstärkung der Hütten mit Lehm und Stroh gemeinsam mit den Betroffenen

 Yoga, Sat Nam Rasayan, psychologische Betreuung, Mutter-Kind-Gruppen, Spielaktivitäten für Kinder

 Jedes Wochenende auf einem öffentlichen Platz in Constitución das Angebot von Yoga,

 Massage und Ausgabe von Bachblütenessenzen für die traumatisierten Bewohner. Dieses Angebot wird vom Bürgermeister von Constitución unterstützt, der dafür ausreichend Matratzen zur Verfügung gestellt hat.

 Express-Yoga für die arbeitenden Menschen im Rathaus von Constitución

Projekt Chanco - Ökologischer Wiederaufbau im Süden Chiles durch Equipo Bio Construyendo en sur de Chile

Hier handelt es sich um eine Gruppe von Ingenieuren, Architekten, Sozialarbeitern, Psychologen und Handwerkern, die sich nach dem Erdbeben gegründet hat, um zwei ländliche Ortschaften im Süden Chile nach ökologischen und sozialen Prinzipien wieder aufzubauen. 50 % der Häuser sind unbewohnbar geworden nach dem Erdbeben. Zurzeit wohnen die Menschen in Hühnerställen, Zelten oder improvisierten Unterkünften.

Das Ziel ist es, in einem ersten Schritt 22 Häuser wieder aufzubauen. Die Bewohner bleiben da, wo sie bisher gewohnt haben. Es ist geplant, das Bauen gemeinschaftlich mit den Betroffenen zu organisieren.

Die Bauweise wird so gestaltet, dass die Besonderheiten in Bezug auf ein mögliches Erdbeben berücksichtigt werden. Das heißt, es werden regionale, preiswerte, und flexible Baumaterialien verwendet wie Lehm, Stroh, Holz und Maschendraht, die zudem atmungsaktiv und leicht und wärmehaltend sind. Die Häuser werden mit Anlagen zur Sonnenenergie ausgestattet. Begonnen werden soll mit einem Modellhaus, das als Vorbild für die anderen Häuser dienen soll. (Bis dahin sollen die Bewohner in Notunterkünften des Staates wohnen, die bisher aber noch nicht geliefert worden sind.)

Es werden Workshops organisiert, in denen den Bewohnern die Prinzipien der ökologischen Bauweise vermittelt werden. Dabei geht es um die Themen Lehm- und Strohbau, erdbebensichere Bauweise, Isolierung, ökologische Wasserkläranlage, Trockenklos, Recycling, Solar- und Holzenergie.

In einem zweiten Schritt werden die Bewohner dabei unterstützt, die Häuser gemeinsam wieder aufzubauen. Das gemeinschaftliche Handeln soll im Vordergrund stehen. Eine Gemeinschaftsküche ist schon im Bau. Zudem gibt es die Idee, dass auch die Landwirtschaft darauf ausgerichtet wird, die Selbstversorgung zu fördern und die Bewohner anzuregen, ihre Produkte gemeinsam zu verkaufen. Die Entwicklung des Projektes wird mit Beteiligung der Bewohner organisiert. Alle Entscheidungen werden nach dem Konsensprinzip getroffen.

Ein wichtiger Teil des Projektes ist die psychologische und soziale Betreuung der Bewohner nach dem Erdbeben durch Individualtherapie, Kriseninterverntion, Traumatherapie und mentale Begleitung.

Schwerpunkte und Laufzeit des Projektes:

 humanitäre und psycho-soziale Hilfe über 1 Jahr mit Yoga, Sport, therapeutischer Begleitung, Bewohnergruppen, Geburtsvorbereitung für Schwangere

 Bau eines Modellhauses

 gemeinschaftlicher Aufbau der anderen Häuser innerhalb des Jahres

 Finanzierungsbedarf ca. 200.000 Euro, d.h. ein Haus kostet nicht mehr als 900 Euro.

Die Initiative versucht weltweit Gelder und Helfer zu bekommen.

Unterstützung aus Deutschland

Sudu e.V., ein Verein für Interkulturalität in Deutschland, unterstützt diese Arbeit und stellt für diese Projekte ein Spendenkonto zur Verfügung. Der Kontakt in Deutschland läuft über die Chilenin Apolonia Bernabeu, die in Chile konkrete Unterstützungs- und Heilungsarbeit in den unten genannten Projekten leistet.

Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an alle Menschen, die bisher gespendet haben. Mit den bereits gezahlten Spendengeldern aus Deutschland wurden Lebensmittel, Spielzeug für die Kinder, Artikel für Mutter und Kind, kleine Gasherde, Plastikwannen, Hygieneartikel, Taschenlampen, Bau-Material für Duschen etc. gekauft. Die Familien wurden somit direkt unterstützt.

Die Helfer von Langar Chile und Sanando sin fronteras arbeiten ehrenamtlich, im Projekt Chanco ist geplant, einige Mitarbeiter vor Ort zu bezahlen.

Spenden für den Wiederaufbau in Chile

Die oben genannten Projekte sind dringend auf weitere Spendengelder aus Deutschland angewiesen.

Wenn Sie spenden wollen und Ihre Spende einem bestimmten Projekt zuordnen wollen, schreiben Sieauf die Überweisung jeweils das Stichwort zu dem einzelnen Projekt.

Stichwort: Langar Chile

Stichwort: Sanado sin fronteras

Stichwort: Chanco

Spendenkonto des Vereins Sudu e.V.:

Konto: 1457365

BLZ: 320 50 000

Stadtsparkasse Krefeld

Adresse des Vereins:

Sudu e.V.

David Brotzky (Vorsitzender des Vereins)

Susanne Frings

Klinkhammer 27, 41751 Viersen

email: sudu87@yahoo.com, Tel./Fax: +49(0)2153-953447

Falls Sie eine Spendenquittung wünschen, schreiben Sie bitte eine eMail an den Verein.

Ansprechpartnerin für Fragen zu den Projekten in Chile:

Apolonia Bernabeu

apolonia@alkaldev.de , www.akaldev.de

Weiteres Konto zwecks Überweisung von Spenden:

Teo Grenningloh Bernabeu

Konto: 9510 29 460, BLZ: 440 100 46, Postbank

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Sahib Kaur Saß
Tel.: 040/29 89 83 29
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